Drama in der MHPArena: MHP RIESEN verpassen Einzug ins Final Four

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Nach einem 5-Punkte Sieg im Hinspiel mussten sich die MHP RIESEN Ludwigsburg am Mittwochabend zuhause gegen den türkischen Pokalsieger Banvit BK mit 53:59 (28:31) geschlagen geben und sind damit im Viertelfinale der Basketball Champions League knapp ausgeschieden.

Nach dem 92:87 Erfolg in der Türkei schaffte es die Mannschaft von Head Coach John Patrick vor 3.669 Zuschauern in der MHPArena nicht ihren Vorsprung zu verteidigen und musste sich ohne Tekele Cotton, der nach seiner OP an der Handwurzel noch nicht wieder einsatzfähig ist, in einer dramatischen Schlussphase geschlagen geben. Auch Kelvin Martin konnte aufgrund einer Oberschenkelverletzung nach nur vier Minuten nicht mehr auf das Spielfeld zurückkehren und fehlte den Barockstädtern dadurch in der entscheidenden Phase des Viertelfinalfights.

Nach schwacher Wurfausbeute im ersten Viertel, als lediglich fünf von achtzehn Würfen ihr Ziel fanden, geriet Ludwigsburg zwischenzeitlich deutlich in Rückstand. Beim 16:27 Mitte des zweiten Spielabschnitt war mit elf Zählern der größte Abstand erreicht, mit den Fans in der MHPArena im Rücken schafften es die Hausherren jedoch die Läufe der Türken zu kontern, um bis zur Halbzeitpause durch einen eigenen 7-0 Run auf 28:31 zu verkürzen.

Im zweiten Durchgang sahen die 3.669 Zuschauer dann eine unglaublich intensive und spannende Partie, in der Banvit zwar knapp in Führung blieb, Ludwigsburg den Gästen aber immer dicht auf den Fersen war. Zunächst wuchs der Abstand dabei nie über die magische 5-Punkte Grenze an, ehe Banvit die letzten fünf Zähler des dritten Abschnitts erzielte, um mit einem 45:38 Vorsprung in die letzten zehn Minuten zu gehen. Hier gab es nun einen echten Krimi. Vier Minuten vor dem Ende führten die Gäste mit sechs Punkten Differenz, dann jedoch übernahm Rocky Trice Verantwortung für die Barockstädter. Nachdem die Trefferquote von der Dreierlinie in den ersten drei Vierteln bei unterirdischen 6 % (1/16) lag, traf der Linkshänder zweimal aus der Distanz zum Ausgleich. Cooley besorgte wenig später sogar die erste Ludwigsburger Führung (53:52) seit der Anfangsphase, um sein Team zu diesem Zeitpunkt in der Serie mit sechs Zählern in Front zu bringen.

Bei noch 57 Sekunden verbleibender Spielzeit hatten die MHP RIESEN alle Trümpfe in der Hand. Ein Dreier vom zukünftigen NBA-Spieler Furkan Korkmaz sorgte dann aber doch noch einmal für Spannung und nachdem die Hausherren ihren letzten Angriff nicht erfolgreich abschließen konnten, erzielte der letztjährige Frankfurter Jordan Theodore die entscheidenden Punkte für Banvit und schockte damit das Publikum in der MHPArena.

Viertelergebnisse aus Ludwigsburger Sicht: 12:21, 16:10, 10:14, 15:14

Punkte MHP RIESEN Ludwigsburg: Crawford (14, 9 Rebounds), Hammonds (11), Thiemann (11, 6 Rebounds), Cooley (8, 2 Blocks), Trice (7), Breunig (2), Toppert (0), McCray (0), Loesing (0), Martin (0)

Punkte Banvit BK: Theodore (13, 7 Rebounds, 5 Assists), Chappell (11), Orelik (10), Korkmaz (7, 6 Rebounds), Vidmar (7), Kulig (6), Gecim (3), Muric (2), Sönmez (n.e.), Gökalp (n.e.), Akyel (n.e.), Mutlu (n.e.)

Schiedsrichter: Vicente Bulto (Spanien), Manuel Mazzoni (Italien), Georgios Poursanidis (Griechenland)

Zuschauer: 3.669

Teamstatistik MHP RIESEN Ludwigsburg: 37 % FG, 12 % 3P, 55 % FW, 9 Assists, 37 Rebounds, 5 Steals, 15 Turnover

Teamstatistik Banvit BK: 39 % FG, 25 % 3P, 61 % FW, 11 Assists, 36 Rebounds, 7 Steal, 17 Turnover

Die Stimmen zum Spiel:

John Patrick (Headcoach MHP RIESEN Ludwigsburg): „Wir haben heute ohne Tekele Cotton und dann auch Kelvin Martin alles gegeben und hatten es mit einer 6-Punkte Führung eine Minute vor Schluss selbst in der Hand. Wir sind dann jedoch nicht cool geblieben, haben uns einige unnötige Ballverluste geleistet und freie Würfe nicht getroffen. Banvit hingegen hat die Big Shots gemacht und seine hohe Qualität unter Beweis gestellt. Das gilt besonders für Theodore und Korkmaz. Es war eine unheimlich intensive und toughe Serie, bei der wir alles auf dem Spielfeld gelassen haben.“

Sasa Filipovski (Headcoach Banvit BK): „Ich möchte heute Abend beiden Teams gratulieren. Die Mannschaften haben sich einen tollen Fight geliefert und ihre Farben großartig repräsentiert. In der Halle war außerdem eine fantastische Atmosphäre. Nachdem Ludwigsburg im Hinspiel verdient gewonnen hatte, haben wir heute 36 Minuten lang geführt und waren die bessere Mannschaft. Dennoch haben wir es nie geschafft Ludwigsburg zu brechen und haben dadurch am Ende auch Glück gebraucht, um das Spiel und die Serie für uns zu entscheiden. Ein großes Lob geht an meine Spieler. Ich bin natürlich sehr glücklich über den Einzug ins Final Four.“

Der Spielverlauf:

http://www.basketballcl.com/16-17/2203/Banvit-MHP-RIESEN-Ludwigsburg#|tab=play_by_play,q1

Quelle: MHP RIESEN Ludwigsburg, 29. März 2017

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