Heißer Tanz in der „Richard-Hartmann-Hölle“

ETB Wohnbau Baskets am Samstag zu Gast bei den Niners Chemnitz

Zwei Spieltage stehen noch aus. Zwei Fernduelle mit dem Team Ehingen Urspring. Es geht um nicht weniger als den Klassenerhalt in der 2. Basketball-Bundesliga ProA. Die Aufgabe der ETB Wohnbau Baskets: einmal mehr gewinnen als die Urspringschüler. Aktuell liegen beide Teams mit jeweils acht Erfolgen gleichauf. Den direkten Vergleich haben die Essener jedoch verloren. Für die Wohnbau Baskets geht es am Samstag (19 Uhr) zu den Niners nach Chemnitz. Ehingen empfängt am Sonntag die Kirchheim Knights. Dass am Wochenende bereits eine Vorentscheidung fällt, ist jedoch nicht zu erwarten. Im Gegenteil. Den großen Showdown gibt’s wahrscheinlich erst am letzten Spieltag.

Die beiden Erfolge gegen die White Wings Hanau und gegen Gladiators Trier haben den Essenern Auftrieb gegeben. Und die Hoffnung zurück ins Ruhrgebiet gebracht. Zwar hat Igor Krizanovic immer wieder betont, dass es fatal wäre, nicht mehr an ein Happy End zu glauben. Vielen im Umfeld des Vereins fiel dies zwischenzeitlich jedoch schwer. Umso wichtiger ist die Welle der Euphorie, auf der die Essener jetzt schwimmen. „Wir werden besser und besser, wir wollen diese Liga für den ETB halten. Wir werden kämpfen, das ist das, warum ich hier bin“, sagte Topscorer Chris Alexander nach dem Erfolg gegen Trier in einem Zeitungsinterview. „Mit jedem Sieg wächst das Selbstvertrauen der Mannschaft“, sagt auch Igor Krizanovic.

Und seine Worte lassen sich belegen: Die Wohnbau Baskets waren – mit Ausnahme der Partie bei den Nürnberg Falcons – in jeder Partie im Jahr 2017 mindestens ebenbürtig. Weil sie gekämpft haben. Nur: Der Kampfgeist wurde zu oft nicht belohnt. Stattdessen gab es immer wieder bittere Rückschläge. Rückschläge, die am Nervenkostüm der Fans genagt haben, aber auch an der Mannschaft nicht spurlos vorübergegangen sind. Trotzdem hat das Team nie aufgesteckt. Im Gegenteil: Die Mannschaft hat hart gearbeitet – und erlebt jetzt ihren Frühling. Klar, der Frühling kommt spät. Aber Krizanovic hat immer wieder gesagt, dass seine Schützlinge hinten raus ihren besten Basketball spielen sollen. Und das tun sie.

Es herrscht Aufbruchstimmung rund um die Wohnbau Baskets. „Eine geilere Situation, als die, in der wir uns jetzt befinden, gibt es doch gar nicht“, sagte Stephan Laerbusch, Sportlicher Leiter der Essener nach dem Spiel gegen Trier. Und jetzt geht es für die Essener nach Chemnitz – die Niners absolvieren drei Spiele in zehn Tagen. Das erste dieser Spiele haben die Sachsen am Mittwochabend in Nürnberg mit 79:69 für sich entschieden. Und gegen Essen absolvieren sie das letzte Heimspiel der regulären Saison. Erklärtes Ziel von Chemnitz ist der Heimvorteil in der ersten Playoff-Runde.

Aktuell rangiert das Team von Rodrigo Pastore auf Rang drei. Punktgleich auf Rang vier stehen die Kirchheim Knights. „Unser erstes Ziel haben wir durch das Erreichen der Playoffs abgearbeitet“, sagte Rodrigo Pastore vor dem Nürnberg-Spiel. Jetzt solle der nächste Schritt folgen. Um als Dritter in die Playoffs zu gehen, brauchen die Niners mindestens zwei Siege aus den letzten drei Spielen. Den ersten haben sie gegen Nürnberg eingefahren. Dort wurde das Team von Chris Carter (11 Punkte/6 Assists), Malte Ziegenhagen (18), Michael Fleischmann (16) und Joseph Emmanuel Lawson III (16/10 Rebounds) getragen. Den zweiten Erfolg gibt es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zum Regular Season-Finale im Sachsen-Derby gegen die Dresden Titans. Bleibt also das Spiel gegen Essen, das für die Niners offensichtlich nur schwer kalkulierbar ist.

Chemnitz hat den Essenern immer gelegen. Es waren meist packende Duelle, die sich beide Mannschaften geliefert haben – so auch das Hinspiel, das die Wohnbau Baskets nach großem Kampf unglücklich mit 79:83 verloren haben. Ein ähnlicher heißer Tanz dürfte das Wiedersehen beider Mannschaften werden. „Das Hinspiel fällt für uns in die Kategorie: fast gewonnen und doch verloren“, so Krizanovic. Den Quervergleich mit der Vergangenheit findet er schwierig, auch, weil die Niners sich in den vergangenen beiden Jahren sehr gut entwickelt haben. „Chemnitz ist als Team noch einmal eine andere Dimension. Trotzdem werden wir auch in Chemnitz unsere Chance bekommen, das Spiel vielleicht zu gewinnen. Dafür müssen wir alles in die Waagschale werfen, was wir haben“, so Krizanovic.

HINWEIS: Wer das Spiel nicht vor Ort in der Chemnitzer Richard-Hartmann-Halle verfolgen kann, bekommt im Liveticker auf der Homepage der 2. Basketball-Bundesliga ProA alle Infos rund ums Spiel. Wer unterwegs ist, hat die Möglichkeit, den Liveticker über die Handy-App der Liga komfortabel abrufen zu können.

Quelle: ETB Wohnbau Baskets Essen, 24. März 2017

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