„Aggressiv wie noch nie“: Die Bayern empfangen Bamberg

Es ist DAS Duell, auf das die Basketball-Nation schaut: Am Sonntagabend empfangen die Bayern-Basketballer als Tabellendritter den aktuellen Zweiten aus Bamberg. Immer wieder begegnete man sich in den vergangenen Jahren in brisanten Partien. Nach dem bereits in der dritten BBL-Saison errungenen Meistertitel der Münchner im Juni 2014 fruchteten die enormen Anstrengungen der Oberfranken: 2016 verteidigten sie den Titel und konnten zuletzt auch im Pokalfinale von Berlin hauchdünn den FCBB besiegen (74:71).

Am Sonntag (19. März, 20.15 Uhr) geht es neben reichlich Prestige auch um die scheinbar geordnete Ausgangslage für die Playoffs unter den drei dominierenden Teams mit dem noch unbesiegten Spitzenreiter Ulm (24:0), Bamberg (23:1) und den auch nur dreimal bezwungenen Bayern (20:3). Der Audi Dome ist seit einer Woche mit 6700 Fans ausverkauft. Das Topspiel wird wie immer von „Telekom Basketball“ (u.a. EntertainTV) und dem Klubsender FC Bayern.tv live übertragen; außerdem sendet diesmal SPORT1 live.

„Nach diesem Spiel wird nichts vorbei sein wie im Pokal, aber wir wollen natürlich gewinnen. Dafür müssen wir alle daran glauben, wir müssen jetzt wachsen“, sagt Cheftrainer Sasa Djordjevic. „Zum anderen müssen wir am Sonntag aggressiv auftreten, aggressiver als je zuvor in dieser Saison. Bamberg ist ein sehr erfahrenes Team, sie wissen alles über uns wie wir über sie. Wir müssen ihre Geometrie, ihr Timing brechen. Dafür müssen wir uns auf unsere Eins-gegen-Eins-Verteidigung besser fokussieren als zuletzt im Pokalfinale, vor allem gegen Causeur. Er hat sein Spiel auf ein neues Level gebracht.“

Ob auf Seiten der Bayern Zugang Dry Joyce zum Einsatz kommt, ist offen. Der US-Guard trainierte am Mittwoch erstmals mit. „Wir versuchen, ihn nun möglichst schnell in unser System zu integrieren“, berichtet der Trainer. „Dru ist aber ein erfahrener Veteran, von dem vor allem unsere jüngeren Spieler viel lernen können. Seine Fähigkeiten im Spielaufbau werden uns definitiv weiterbringen, und seine Persönlichkeit passt perfekt in unser Teamgefüge.“

Während die Bayern unglücklich das Halbfinale im EuroCup verpasst haben, sind die Bamberger noch in der Euroleague gefordert; bei vier noch ausstehenden Spielen ist der vor der Saison als Ziel ausgegebene Einzug in die Playoffs allerdings nicht mehr zu realisieren (9:17-Siege). Unabhängig davon haben die Gäste die Anforderungen der reformierten Königsklasse gut verkraftet mit ihrem breit aufgestellten Kader, in dem gleich neun ausländische Profis stehen. So war es auch möglich, die aktuelle Verletzung von Guard Janis Strelnieks (Schulter) problemlos zu kompensieren. Wie ausgeglichen Bamberg besetzt ist, zeigt sich auch an der Punkteverteilung: Nur der neue französische Guard Fabian Causeur (11,7 PpS) und Darius Miller (10,1 PpS) liegen momentan im zweistelligen Bereich.

Beim Duell der Bayern (52,5 % Feldwurfquote) mit Bamberg (51.4 %) stehen sich die ansonsten beiden treffsichersten Teams der Liga gegenüber. Bei den Rebounds liegt man exakt pari (je 34,4 RpS), ansonsten haben die Münchner insgesamt leichte Vorteile bei den statistischen Parametern. Die Franken wiederum konnten neben der Halbfinal-Serie 2016 (3:0) auch das Hinspiel deutlich (90:59) und eben das Pokalendspiel für sich entscheiden.

Der letzte FCBB-Erfolg liegt schon gut ein Jahr zurück mit dem denkwürdigen 86:79 im Münchner Pokalhalbfinale des Vorjahres. Das Ziel der Bayern ist es, der Statistik den nächsten Heimsieg hinzuzufügen.

Die kommenden Partien:

  • Sonntag, 19. März, 20.15 Uhr: FCBB – Bamberg
  • Sonntag, 26. März, 15:30 Uhr: Braunschweig – FCBB
  • Sonntag, 2. April, 18 Uhr: FCBB – Jena
  • Samstag, 8. April, 18 Uhr: Ulm – FCBB
  • Donnerstag, 13. April, 20.30 Uhr: FCBB – Bonn
  • Sonntag, 16. April, 20.30 Uhr: Vechta – FCBB
  • Samstag, 29. April, 20.30 Uhr: Bayreuth – FCBB
  • Montag, 1. Mai, 15.30 Uhr: FCBB – Gießen 46ers

Quelle: FC Bayern Basketball, 17. März 2017

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