Wölfe gewinnen packendes Ostderby

Der Mitteldeutsche BC ist für die mit einem Heimspiel am 7. April beginnenden Play-Offs gerüstet: In einem packenden Ostderby besiegte der Spitzenreiter der 2. Basketball Bundesliga ProA die viertplatzierten NINERS Chemnitz nach einer spielerisch und kämpferisch bemerkenswerten Leistung mit 88:74 (44:38). Die Wölfe nehmen bei drei verbleibenden Spieltagen mit nunmehr 48 Punkten Kurs auf ihre ProA-Bestmarke aus der Saison 2008/09. Damals hatten sie die Hauptrunde mit 52 Punkten abgeschlossen.

Es war das im Vorfeld erwartet heiße Derby, für das die Saisonrekordkulisse von 2700 Zuschauern einen würdigen Rahmen bildete. Rund 250 stimmgewaltige Schlachtenbummler aus Chemnitz hatten den Weg nach Weißenfels angetreten. Die MBC-Fans begleiteten den Einlauf ihrer Mannschaft mit einer eindrucksvollen Choreographie.

Mit Andrew Warren (27), Sergio Kerusch (19), Marcus Hatten (15) und Djordje Pantelic (14) punkteten vier Wölfe zweistellig. Achmadschah Zazai kam wegen muskulärer Probleme am Oberschenkel nicht zum Einsatz. Vor allem aus der Distanz zeigte sich die Mannschaft mit 14 Dreiern bei einer Trefferquote von 56 Prozent zielsicher.

„Heute hat man gesehen, wieso der MBC Tabellenführer ist“, zollte Chemnitz-Trainer Rodrigo Pastore den Wölfen ein großes Kompliment. MBC-Coach Igor Jovovic meinte: „Die Zuschauer aus beiden Lagern haben für eine großartige Atmosphäre gesorgt. Das Spiel war hart umkämpft. Chemnitz hat uns an beiden Enden des Spielfeldes das Maximum abverlangt. Es war nicht einfach für uns, den Ausfall von ChaCha Zazai in der Rotation der deutschen Spieler zu kompensieren. Aber dies ist uns gelungen, indem sich jeder andere noch mehr eingesetzt und mit noch mehr Herz gespielt hat.“

Anders als zuletzt gegen Hamburg und in Nürnberg ließen sich die Wölfe zu Spielbeginn nicht überraschen. Djordje Pantelic mit einem Block gegen Jonas Richter und Marcus Hatten mit einem verwandelten Dreier zeigten gleich einmal, wer Herr im Haus ist. Nach fünf Minuten stand es 13:8, nach einem „Buzzer Beater“ von Andrew Warren 25:17 nach dem ersten Viertel. Die Gäste agierten jedoch unerschrocken und abgeklärt.

In den ersten vier Minuten des zweiten Abschnitts gelangen den Wölfen lediglich zwei Punkte, die NINERS um ihren Topscorer Joseph Lawson (20) glichen zum 27:27 aus. In der 16. Minute gingen sie durch einen Dunking von Michael Fleischmann sogar mit 31:30 in Front. Für die 44:38-Pausenführung der Wölfe zeichnete in erster Linie Andrew Warren verantwortlich, der die Hälfte der Punkte seiner Mannschaft erzielte mit einer imposanten Trefferquote von 89 Prozent aus dem Feld (acht Treffer bei neun Versuchen, darunter sechs Dreier).

Auch in der zweiten Hälfte lieferten sich beide Teams einen intensiven und spielerisch auf hohem Niveau stehenden Schlagabtausch. Ausgerechnet als die NINERS stärker aufzukommen schienen und zum 51:51 ausgleichen konnten, erwiesen ihnen ihre Fans jedoch einen Bärendienst. Eine „Bierdusche“ aus dem Chemnitzer Block, die auf der eigenen Mannschaftsbank und dem Spielfeld landete, sorgte für eine Spielunterbrechung und nahm der Mannschaft den Schwung. Die Wölfe setzten sich bis Ende des Viertels auf 62:56 ab. Djordje Pantelic erzielte in diesem Abschnitt neun seiner insgesamt 14 Punkte.

Im Schlussviertel war es Marcus Hatten, der nun Verantwortung übernahm. Immer wieder setzte er seine Mitspieler gekonnt in Szene oder suchte selbst den Abschluss. Zehn Punkte gelangen ihm in den letzten zehn Minuten. Zunehmend bauten die Wölfe ihren Vorsprung aus, in der 37. Minute war dieser beim 82:72 erstmals zweistellig, kurz vor Schluss beim 88:72 am größten.

MBC: Warren (27 Punkte, 6 Dreier, 6 Assists), Kerusch (19), Hatten (15 Punkte, 5 Rebounds, 7 Assists), Pantelic (14 Punkte, 3 Blocks), Johnson (7 Punkte, 6 Assists), Fülle (4), Larsen (2), Hinz (0), Niedermanner (0), Herrmann (0), Zazai.

Quelle: Mitteldeutscher BC, 12. März 2017

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