„Wir wissen, was wir können“: Bayern im Spiel 3 gegen Málaga

Es ist angerichtet, und es geht um ein europäisches Halbfinale: Am Mittwochabend (8. März) empfangen die Basketballer von Bayern München den spanischen Kontrahenten Unicaja Málaga zum alles entscheidenden, dritten Viertelfinale im EuroCup. Die Mannschaft von Bayern-Cheftrainer Sasa Djordjevic hat ab 20 Uhr Heimrecht im voraussichtlich gut gefüllten Audi Dome. Nachdem die Andalusier am Freitagabend zum 1:1 ausgleichen konnten, reisen sie also zum Do-or-die-Krimi an.

Die Vorfreude ist groß bei den Münchnern: „Das ist ein Riesenspiel, das ist die Chance auf ein Halbfinale, ich freue mich unheimlich darauf“, sagt Nationalspieler Maxi Kleber, Und Djordjevic, der als Spieler vier Europapokal-Siege feierte, ergänzt: „Es gibt nichts Schöneres als solche Spiele.“

Wie die Bayern (108:73 gegen Bremerhaven) konnten auch die Gäste ihre Wochenend-Aufgabe in der heimischen Liga auswärts lösen: Málaga siegte im Duell zweier Playoff-Kandidaten bei Verfolger Bilbao 74:63 und festigte als Tabellensechster die gute Position in der ACB mit Kontakt zur Spitze. Beste Werfer waren Daniel Díez (17 Punkte), Carlos Suárez (12) und Nemanja Nedovic (10). Flügelspieler Jeff Brooks fiel früh mit einer Fußverstauchung aus, für Mittwoch wird jedoch mit seinem Einsatz gerechnet.

FCBB-Coach Djordjevic erwartet erneut „ein hartes Spiel, und wir haben viel Respekt vor Málaga“, betont der Serbe. „Sie haben viel Euroleague-Erfahrung, das hat man auch im zweiten Spiel gesehen, denn sie haben sehr physisch gespielt und sich einfach besser als wir auf die Kriterien der Schiedsrichter eingestellt – daraus müssen wir lernen und uns nur auf das Spiel konzentrieren.“ Djordjevic spielte damit auf die Phase vor der Pause an, als sich die Bayern nach einer 28:23-Führung aus dem Rhythmus bringen ließen. „Unsere Defense darf nicht unter Fehlern in der Offense leiden, die Verteidigung muss stehen“, mahnt der Trainer.

Maxi Kleber sieht das genauso. Der Bayern-Forward weiß grundsätzlich um die Schwere der Aufgabe in dieser Phase des Wettbewerbs, den bisher noch nie eine deutsche Mannschaft gewinnen konnte (den Vorgänger Korac-Cup holte Berlin 1995). „Es geht jetzt um jedes Detail. Jeder Ball, jeder Block kann der entscheidende sein.“ Wichtig sei, diesmal komplette 40 Minuten mit der nötigen Aggressivität ans Werk zu gehen: „Selbst, wenn Málaga mal einen Lauf haben sollte, dürfen wir den Kopf nicht hängen lassen. Aber wir haben am Mittwoch den Heimvorteil und wissen, was wir können.“

Der Schlüssel liegt für die Bayern neben der Behauptung ihrer Spitzenposition als bestes Reboundteam des Wettbewerbs (38,8 RpS) in der Verteidigung speziell der Distanzschützen Málagas. In Spiel zwei erzielten die Gäste elf Dreier – beim 91:82-Heimsieg vor einer Woche in Spiel zwei waren es sechs. Maxi Kleber weiß: „Wenn wir ihren Guards zu viel Platz lassen, werden sie das bestrafen.“

Quelle: FC Bayern Basketball, 7. März 2017

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