Team Ehingen Urspring verliert gegen Trier

Das Zittern geht weiter: Mit der dritten Niederlage in Folge verpasst das TEAM EHINGEN URSPRING einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt. Doch durch die zeitgleiche Niederlage von ETB Essen beträgt der Vorsprung der Steeples noch immer beruhigende drei Siege bei noch vier ausstehenden Partien in der 2. Basketball-Bundesliga ProA. Gegen die Gladiatoren aus Trier musste sich die Mannschaft um Trainer Domenik Reinboth mit 75:82 geschlagen geben. Dabei zeigten die Hausherren in der ersten Halbzeit eine der bislang schlechtesten Leistung dieser Saison. „Wir haben uns unter aller Sau präsentiert“, sagte ein sichtlich angefressener Trainer Domenik Reinboth nach der Partie. „Das tut mir schon fast leid, was wir da gemacht haben. Ich weiß nicht, wo wir da gerade mit unserem Kopf waren.“

Bereits nach wenigen Minuten war auch dem letzten Zuschauer in der Längenfeldhalle klar, dass es für die Steeples ein schweres Unterfangen gegen die Gäste aus Trier werden wird. Nach vier erfolgreichen Drei-Punkte-Würfen binnen drei Minuten zogen die Gäste bis auf 12:2 davon, ließen auch in der Folge nicht nach und spielten schnellen Angriffsbasketball. Durch ihr exzellentes Passspiel fanden die Gladiatoren immer wieder die freien Mitspieler und zogen gar auf 26:9 davon. Bis dahin trafen sie alleine sechs ihrer sieben Dreier (86 Prozent). Dagegen fand Ehingen keine Mittel und musste teilweise tatenlos seinen Kontrahenten zuschauen. Zwar kamen die Ehinger bis zum Ende des ersten Abschnitts noch auf 16:26 heran, doch gleich mit dem zweiten Abschnitt herrschte wieder das alte Bild in der Partie: Trier wirbelte und Ehingen staunte. „Sie haben uns alles weggenommen, was unseren Basketball ausmacht“, sagte Reinboth und versuchte so die Überlegenheit der Trierer zu erklären.

Lediglich durch die schlechter werdende Wurfquote der Gäste konnte Ehingen zunächst bis auf 25:35 mithalten. Dann kamen die Gladiatoren wieder auf und beherrschten die Partie nach Belieben. Angeführt durch Brandon Spearman – 14 Punkte zu diesem Zeitpunkt – zogen sie auf 47:27 davon und hielten den Vorsprung auch konstant bis in die Halbzeit. Durch einen Buzzerbeater von Joel Aminu stand es nach den ersten 20 Minuten 35:52 aus Ehinger Sicht. Neben dem schnellen Passspiel, das die Ehinger nicht verteidigen konnten, zeigte sich Trier besonders bei den Rebounds dominant und erarbeitete sich so immer wieder zweite Chancen.

Pünktlich zum Beginn des dritten Abschnitts schienen die Ehinger endlich aus ihrem Schlaf aufzuwachen und zeigten sich deutlich agiler. Durch sechs schnelle Punkte von Tobias Jahn kamen die Steeples auf 43:54 heran (22.) und nur wenig später auf 48:56. Langsam machte sich auch die Nervosität bei den Trierern bemerkbar und so vergaben sie mehrere einfach Bälle. Dennoch reichte es für die Gladiatoren zu einem 66:56-Vorsprung zum Ende des Abschnitts.

In den letzten zehn Minuten versuchten die Ehinger zwar noch einmal alles, um an Trier heranzukommen, doch das abgezockte Team verstand es gut, seine Würfe zu finden und ließ sich die Partie nicht mehr nehmen. Dabei hätten es die Ehinger noch einmal drehen können, als sie eine Minute vor Ende der Partie bis auf 75:80 herankamen. So gewannen die Gladiatoren ihr Gastspiel in der Längenfeldhalle und können weiter auf die Playoffs hoffen. „Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit verloren“, zog Reinboth sein Fazit. So schlecht Ehingen in den ersten 20 Minuten spielte, so sehr muss man das Team für den Kampfgeist und den unbändigen Willen in der zweiten Halbzeit loben.

Bereits am kommenden Donnerstag, 9. März, kommt es für das Team Ehingen Urspring zur nächsten Partie. Dann trifft die Mannschaft auf die Rheinstars aus Köln und könnte mit einem Sieg den Klassenerhalt perfekt machen.

Quelle: TEAM EHINGEN URSPRING, 5. März 2017

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