Aufatmen in Baunach: Befreiungsschlag gelingt

Einen enorm wichtigen 85:73 Sieg errangen die Baunach Young Pikes am Sonntag in der 2. Basketball-Bundesliga ProA bei den Dresden Titans. Während die Titans damit endgültig als Absteiger in die ProB feststehen, konnten sich die Oberfranken etwas Luft im Abstiegskampf verschaffen, denn sie liegen vier Spieltage vor Saisonende mit zwei Siegen (+ direkter Vergleich) vor den Wohnbau Baskets aus Essen.

Allerdings war der Start in diesen Abstiegskrimi alles andere als leicht für die Gäste, denn sie gerieten nach drei Minuten gleich mit 2:10 in Rückstand. Dann kamen die Pikes so langsam in die Gänge und Ali Nikolic konnte auf 12:8 verkürzen. In der 7. Minute traf Arnoldas Kulboka seinen ersten Dreier zum 16:13 und nur 20 Sekunden später konnte er auf die gleiche Weise ausgleichen. Nachdem er auch noch einen weiteren Wurf aus der Distanz einstreuen konnte, brachten er und Leon Kratzer mit je neun Punkten ihr Team mit 26:24 nach dem 1. Viertel nach vorne.

Die Gastgeber, die bis zu diesem Zeitpunkt eine hervorragende Dreiequote (5 von 9) zu verzeichnen hatten, konterten durch Baues und Simon, sodass die Titans nach 16 Minuten wieder mit 37:34 in Führung gingen. Nun folgte eine schwache Baunacher Phase mit zahlreichen Konzentrationsfehlern und leichtfertigen Ballverlusten. Die Sachsen nützten das sofort aus und bauten ihren Vorsprung bis zur Halbzeit auf 49:38 aus.

Auch nach dem Wechsel änderte sich zunächst nicht viel am Spielverlauf, da es die jungen Hechte zu oft von der Dreierlinie versuchten, allerdings keinen ihrer Versuche verwandeln konnten. So stand nach 24 Minuten sogar 53:40, doch jetzt versuchten die Schützlinge von Fabian Villmeter und Mark Völkl wieder vermehrt zum Korb zu kommen. Zwar konnte man zunächst nicht viel näher heran kommen (55:46; 27. Minute), aber nach weiteren vier Punkte von Louis Olinde war man auf 57:52 dran. Da man aber bis dahin nur 20 % aus der Distanz getroffen hatte (3 von 15) ging man beim Stand von 64:56 in den letzten Abschnitt.

Den eröffnete Tibor Taras mit einem schnellen Korbleger und jetzt explodierte der Kapitän: Nach einem Dreipunktespiel von ihm und dem ersten Dreier nach langer Durststrecke brachte er sein Team mit 66:64 nach vorne. Der wieder einmal überragende Leon Kratzer, der zusammen mit Olinde für ein Übergewicht beim Rebound (41:29) gesorgt hatte, baute diese Führung mit seinem dritten Dunking auf 72:66 (35.) aus und nachdem auch Kulboka nun sein Händchen wieder gefunden hatte, konnte er mit zwei Dreiern zum Endstand von 73:85 in der letzten Minute den Deckel drauf machen. Ein sichtlich erleichterter Coach Villmeter analysierte nach der Begegnung: „Wir haben gewusst, dass das ein hartes Stück Arbeit wird, denn die Dresdner sind gegenüber der Hinrunde wesentlich verbessert aufgetreten. In der ersten Hälfte haben wir defensiv überhaupt keinen Zugriff erlangen können. Glücklicherweise konnten wir dann nach der Pause einiges besser machen. Wir haben das Spiel über den Rebound nun besser kontrolliert und Leon, der schwer von Dresden zu stoppen war, wieder mehr ins Spiel eingebunden. Außerdem hatten wir darauf spekuliert, dass wir am Ende gegen einen müde gemachten Gegner den längeren Atem haben würden. Deshalb haben sich auch die enorm hohen Trefferqoten der Titans aus der ersten Halbzeit dann auf ein Normalmaß eingependelt. Jetzt kommen zwei Heimspiele, die wir auch gewinnen wollen, denn jetzt wollen wir die Früchte unserer harten Arbeit während des ganzen Jahres ernten.“ Damit sprach Villmeter auch die Begegnung am kommenden Sonntag (20 Uhr) an, wenn die Baunach Young Pikes in einem sicherlich heiß umkämpften Derby gegen die Falcons Nürnberg mit einem Sieg den Klassenerhalt vielleicht schon perfekt machen können.

Dreden Titans: Price (16 Punkte/1 Dreier), Baues (15/1), Simon (13), Dunbar (11/1), Bertrand (9/1), Sturner (5/1), Nagora (3/1), El Domiaty (1), von der Wippel, Heck.
Baunach Young Pikes: Kratzer (23), Kulboka (17/5), Taras (15/2), Olinde (12), Müller (10), Nikolic (8), Wolf, Fichtner, Edwardsson, Hoffmann.
Zuschauer: 1306

2.Basketball-Bundesliga ProA
Dresden Titans – Baunach Young Pikes 73:85

Quelle: Baunach Young Pikes, 5. März 2017

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