Kleiner Mann gegen Hamburg ganz groß

Ein herausragender Achmadschah Zazai hat den Mitteldeutschen BC zum ersten dreistelligen Heimsieg dieser Saison in der 2. Basketball Bundesliga ProA geführt: Beim 106:82 (52:36) gegen die Hamburg Towers glänzte der Spielmacher mit 21 Punkten, darunter fünf Dreiern, und sechs Assists.

Die Wölfe rehabilitierten sich damit vor 1950 Zuschauern in der Stadthalle Weißenfels für die 70:85-Niederlage am Montag bei den Rhein Stars Köln. Zudem nahmen sie erfolgreich Revanche für das 74:78 im Hinspiel am 4. Spieltag in Hamburg. In der Tabelle bauten sie ihre Spitzenposition gegenüber Verfolger Crailsheim Merlins (am Sonntag in Heidelberg) zumindest vorübergehend wieder auf sechs Zähler aus. Spielentscheidend war ein 16:0-auf zu Beginn des zweiten Viertels zum 38:22.

Für Zazai, mit 1,75 Metern kleinster Spieler des Teams, war es seine höchste Punktausbeute in dieser Saison. Er erzielte seine Körbe mit einer bemerkenswerten Trefferquote von 67 Prozent. Beachtlich auch die Zielsicherheit von Andrew Warren, der acht seiner zehn Wurfversuche aus dem Feld verwandelte und mit 20 Punkten zu Buche stand. Sergio Kerusch kam auf ein Double Double mit zehn Punkten und zehn Assists.

„Das war eine gute Leistung meines Teams“, zeigte sich MBC-Coach Igor Jovovic nach der Parte zufrieden. „Ein Dankeschön gilt auch an die Fans, die uns wieder hervorragend unterstützt haben. Ich wünsche mir, dass dies auch in den verbleibenden Spielen bis zu den Play-Offs und dann erst recht in der entscheidenden Saisonphase der Fall sein wird.“ Über das Spiel sagte er: „Abgesehen von den ersten vier oder fünf Minuten, in denen wir nicht so gut gespielt haben, waren wir sehr produktiv. Wir haben unseren Stil durchgezogen: sehr aggressiv, mit viel Energie an beiden Enden des Feldes. Am Ende konnte ich die Spielanteile verteilen und jeden Spieler einsetzen.“

Nach Startproblemen dominierten die Wölfe, die in Gedenken an ihren verstorbenen, langjährigen Fan Hans-Joachim Gräfe mit Trauerflor antraten, ihren Gegner nach allen Regeln der Kunst. Die Towers um ihren Topscorer Anthony Canty (18 Punkte) hatten unter anderem mit drei Dreiern eine 11:2-Führung vorgelegt. Igor Jovovic reagierte mit einer Auszeit. Von da an erhöhten seine Spieler die Intensität in der Verteidigung, packten unter den Körben energischer zu (am Ende 38:24 Rebounds) und kamen zu einigen Ballgewinnen.

Für weiteren Schwung im Spiel sorgte die Einwechslung von Achmadschah Zazai. Nach einem 7:0-Lauf waren die Hausherren wieder im Spiel. Tyson Hinz gelang der erstmalige Ausgleich zum 22:22 – mit diesem Ergebnis endete das erste Viertel. Zu Beginn des zweiten Abschnitts spielten die Wölfe wie aus einem Guss. Knapp vier Minuten gestatteten sie dem Gegner keinen Korberfolg und zogen mit einem 16:0-Lauf auf 38:22 davon – viertelübergreifend war es sogar ein 18:0-Lauf.

Auch nach Seitenwechsel sprühten Achmadschah Zazai, Marcus Hatten, Andrew Warren und Co. vor Spielfreude. Andrew Warren blieb es vorbehalten, die 100 Punkte vollzumachen. Für ein Highlight sorgte auch der Hamburger Lars Kamp mit einem Buzzer Beater weit aus der eigenen Hälfte zum 82:57-Zwischenstand nach dem dritten Viertel.

MBC: Zazai (21 Punkte, 5 Dreier, 6 Assists), Warren (20 Punkte, 4 Dreier), Hatten (18 Punkte, 3 Dreier), Pantelic (11), Kerusch (10 Punkte, 10 Rebounds), Hinz (10), Johnson (6), Stankevicius (4), Larsen (4 Punkte, 6 Rebounds), Fülle (2), Niedermanner (0), Herrmann (0).

Quelle: Mitteldeutscher BC, 26. Februar 2017

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