Veilchen holen sich zweiten Sieg des Jahres

Bremerhaven/Göttingen, 24. Februar 2017 • Die BG Göttingen hat den zweiten Sieg des Jahres geholt. Am Freitagabend gewann die Mannschaft von BG-Headcoach Johan Roijakkers bei den Eisbären Bremerhaven 77:68 (45:38). Vor 2.810 Zuschauern in der Stadthalle Bremerhaven taten sich die Veilchen, die das erste Mal seit Dezember 2016 wieder auf alle Stammspieler zurückgreifen konnten, schwer gegen die Hausherren von der Nordseeküste. Nach einer Zwölf-Punkte-Führung der Göttinger im dritten Viertel (62:50) kamen die Eisbären in den Schlussminuten noch einmal auf fünf Zähler heran. Aber die BG schaffte es, den Vorsprung über die Zeit zu retten. Beste Veilchen-Akteure waren Alex Ruoff (19 Punkte) und Scott Eatherton (14 Punkte, zehn Rebounds). Für Bremerhaven absolvierte Waverly Austin eine überragende Partie (24 Punkte, elf Rebounds).

Die Veilchen erwartete in Bremerhaven eine undankbare Aufgabe, da die Gastgeber durch die Ausfälle von Ex-Veilchen Harper Kamp (Bänderriss) und Ivan Elliott (Virusinfektion) erheblich geschwächt waren. Zwar lagen in den ersten Minuten leichte Vorteile auf Seiten der Gäste aus Südniedersachsen, die durch Ruoff 11:6 in Führung gingen (4.). Aber die Eisbären hielten gut mit und hatten die passende Antwort. Immer wieder war es Austin, den die Göttinger in diese Phase nicht stoppen konnten, und der neun Punkte in Folge zum 16:18 erzielte (8.). Die anschließende Roijakkers-Auszeit beendete den Bremerhavener Lauf, doch die Hausherren blieben zum
Viertelende knapp in Führung (23:24).

Die Göttinger starteten gut in den zweiten Abschnitt (28:24), verpassten dann aber die Gelegenheit, sich weiter abzusetzen. So wechselte die Führung in der 14. Minute wieder zu den Gastgebern – wieder war es Austin, der zum 28:29 traf. Dann ließen die Veilchen ein paar Dreier auf das Team von Eisbären-Headcoach Sebastian Machowski regnen: Zweimal Benas Veikalas und einmal Dominik Spohr sorgten für eine Zehn-Punkte-Führung (39:29/17.). Doch wieder zeigten die Bremerhavener die richtige Reaktion und kamen durch eine 0:9-Lauf auf 39:38 heran (18.). Aber die Göttinger fingen sich wieder und schafften es, ihren Vorsprung bis zur Halbzeitpause auf 45:38 auszubauen.

Nach dem Seitenwechsel gelang es den Nordseestädtern wieder, den Rückstand zu verkürzen. Eisbären-Topscorer Qunicy Diggs, der bis zu diesem Zeitpunkt noch keine Punkte gemacht hatte, traf zum 47:43 (22.). Doch Ruoff übernahm nun Verantwortung, zog mit viel Energie zum Korb, holte sich den Ball mit starker Verteidigung und baute die Veilchen-Führung auf 56:45 aus (25.). Zwar erhöhte Veikalas noch auf 62:50, aber die Hausherren ließen sich einfach nicht abschütteln. Vor dem Schlussviertel kam die Machowski-Truppe durch Austin auf 62:54 heran.

Im letzten Abschnitt bot sich dasselbe Bild: Die BG baute ihren Vorsprung aus, Bremerhaven kam wieder heran. Dem 68:56 durch Jesse Sanders (22.), folgte ein 2:8-Lauf der Gastgeber zum 70:64 (38.). Beide Teams leisteten sich in dieser Phase viele Ballverluste. Die Veilchen begannen nun ordentlich zu wackeln, was Diggs ausnutzte, um auf 73:68 zu verkürzen (39.). Die Eisbären hatten sogar die Chance, noch näher heranzukommen, vergaben diese aber. Im Gegenzug blieb Ruoff fehlerfrei von der Freiwurflinie und sicherte seinem Team so den Auswärtssieg.

Stimmen zum Spiel:

Johan Roijakkers (Headcoach BG Göttingen):
„Es war ein schweres Spiel für uns. Ohne Harper Kamp und Ivan Elliott auf Bremerhavener Seite sah es vielleicht leicht aus, aber so etwas macht es schwer. Der Druck ist bei anderen Spielern dann weniger, und sie versuchen ihre Chance zu nutzen. Das hat man bei Waverly Austin gesehen. Die zweite Halbzeit war eng, aber wir haben sehr gut offensiv gereboundet und uns viele zweite Chancen erarbeitet. Das ist unsere große Stärke diese Saison. Außerdem hatten wir wieder eine größere Rotation – das hat uns gut getan.“

Sebastian Machowski (Headcoach Eisbären Bremerhaven):
„Wir hätten heute auch gerne unsere Niederlagenserie beendet. Für uns sah es nicht nur schwer aus, die Ausfälle von Harper Kamp und Ivan Elliott haben es auch schwer gemacht. Aber wir haben gekämpft und von Beginn an versucht, dagegenzuhalten. Wenn man sich die Anzahl der Rebounds der Göttinger und unsere Ballverluste anschaut, ist das eine zu hohe Bürde, um das Spiel zu drehen. Wir dürfen uns nun aber nicht verstecken, sondern müssen weiter hart arbeiten.“

Eisbären Bremerhaven – BG Göttingen 68:77 (38:45)
Die Viertel im Überblick: 24:23, 14:22, 14:17, 14:15
Zuschauer: 2.810
BG Göttingen:
Williams (4 Punkte), Veikalas (12/2 Dreier), Ruoff (19, 5 Assists), Spohr (5/1), Carter (2), Schwarz (3/1), Mönninghoff (9/3), Waleskowski (5), Borchers (n.e.), Sanders (4), Eatherton (14, 10 Rebounds), Grüttner (n.e.).
Eisbären Bremerhaven:
Anderson (15 Punkte/3 Dreier), Schmitt (n.e.), Breitlauch, Bleck (14), Hulls (5/1 Dreier, 5 Assists), Diggs (6), Wendt (2), Paulauskas, Austin (24, 11 Rebounds),
Aleksandrov.

Quelle: BG Göttingen, 24. Februar 2017

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