EWE Baskets wollen ungeschlagenen Tabellenführer stoppen

Auf die EWE Baskets Oldenburg wartet die größte Hürde der bisherigen Saison. In der ausverkauften großen EWE Arena empfangen die Oldenburger am Sonntag den ungeschlagenen Tabellenführer ratiopharm ulm.

Ausgangssituation: Über zwei Monate vergehen noch, bis die Playoffs in der easyCredit BBL beginnen. Die 6000 Fans in der großen EWE Arena dürften aber am Samstag bereits eine Stimmung und Intensität erleben, die es sonst nur in dieser schönsten Zeit des Jahres gibt.

Unweigerlich werden sich Fans und Spieler dann auch an den 17. Mai des vergangenen Jahres erinnern, als die EWE Baskets nach einer überragenden Hauptrunde ausgerechnet gegen Ulm schon frühzeitig aus den Playoffs ausscheiden mussten. Mehr als eine halbe Spielzeit später bietet sich nun die Gelegenheit zur Revanche vor den eigenen Anhängern. An Motivation dürfte es also auf dem Parkett und auf den Rängen nicht mangeln.

Die Ausgansposition ist in dieser Saison derweil nahezu umgedreht. Während die Ulmer ungeschlagen durch die Liga marschieren, mussten die Oldenburger sich in die Erfolgsspur kämpfen. Seit Jahresbeginn allerdings läuft es sportlich bei den EWE Baskets. Zehn von elf Begegnungen des Jahres konnte die Mannschaft von Headcoach Mladen Drijencic gewinnen, zog unter der Woche ins Achtelfinale der Playoffs ein. Kein Gegner passt da besser als Ulm, um den Aufwärtstrend nachhaltig zu bestätigen.

Der Gegner: Bereits vor der Saison hatten viele Experten ratiopharm ulm als Geheimfavoriten im Kampf um die Meisterschaft auf der Rechnung, den nahezu märchenhaften Verlauf der Saison konnte allerdings keiner vorhersehen. Nach 21 absolvierten Partien führen die Ulmer die Tabelle der BBL ungeschlagen an.

Kein Gegner konnte der Offensivkraft des Teams von Thorsten Leibenath bisher widerstehen, zudem agiert die Defensive gerade in wichtigen Spielen auf höchstem Niveau. Die nur auf wenigen Positionen veränderte Mannschaft erzielt mit 93,6 Punkten mit Abstand die meisten Zähler der Liga, spielt schnell, aber erlaubt sich trotzdem mit 11,3 Ballverlusten die wenigsten Fehler aller Teams. Zudem reboundet das athletische Team hervorragend. Besonders am defensiven Brett gibt es keine bessere Mannschaft als Ulm.

Wenn es zwei Akteure gibt, die den tief besetzten Gästen besonders ihren Stempel aufdrücken, sind es Raymar Morgan und Chris Babb. Während Morgan sich mit 19,3 Punkten und 6,9 Rebounds als effektivster Spieler und echter MVP-Kandidat der Liga etabliert, steuert Chris Babb 15,4 Punkte pro Partie bei, agiert effektiv und übernimmt in kritischen Situationen Verantwortung.

Zahlen zum Spiel: Obwohl der Blick auf die Tabelle und Statistiken eine harte Aufgabe erwarten lässt, gibt es auch Zahlen, die den Gastgebern Hoffnung machen dürfen. In Oldenburg gelangen 14 Siege in 18 Partien, insgesamt siegten die EWE Baskets in 22 von 36 Vergleichen. Die Fans jedenfalls stehen hinter ihrer Mannschaft: 76 Prozent der Anhänger glaubten in einer Umfrage bei Twitter an den Heimsieg (Stand: Freitag, 15.30 Uhr).

Stimme zum Spiel:

Mladen Drijencic (Headcoach): „Wir haben dem Team gesagt, dass jetzt noch elf Spiele gegen viele starke Gegner verbleiben, in denen sich unsere Ausgangsposition für die Playoffs entscheidet. Ulm ist bisher die beste Mannschaft der Liga und wir erinnern uns an die letzte Saison. Zudem wollen wir die letzten Wochen bestätigen. Diese Faktoren sind genug Motivation, um eine optimale Leistung abzuliefern. Die erste Mannschaft sein zu können, die Ulm besiegt, spielt da weniger eine Rolle. Die Partie gegen Saratov war eine gute Vorbereitung, auch wenn Ulm noch eine höhere Qualität besitzt. Wir müssen erneut den Fastbreak stoppen, die Dreier und im Eins gegen Eins gut verteidigen. Außerdem müssen wir uns dann im Rebounding belohnen. Die Herausforderung an unsere Defensive wird sehr vielseitig und groß sein.“

Quelle: EWE Baskets Oldenburg, 24. Februar 2017

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