Kris Schwarz sorgt für kollektiven Kangaroos-Taumel in der Crunch-Time

Mit dem letzten Wurf verteidigten die Iserlohn Kangaroos ihre Heimfestung in der Hemberghalle. Vor 1100 entfesselten Zuschauern war es Kapitän Kris Schwarz, der mit seinem Dreier vier Sekunden vor Schluss zum 79:78 gegen Itzehoe für den elften Sieg im elften Spiel vor eigener Kulisse sorgte.

Iserlohn Kangaroos – Itzehoe Eagles 79:78 (11:20/21:29/27:15/20:14). Nur zweimal führten die Hausherren in dieser Partie. Nach dem 9:8, dem ein 0:8-Fehlstart vorausgegangen war, sorgte der Senior im Iserlohner Team, Kris Schwarz, für kollektiven Taumel in der Crunch-Time. Damit rettete er eine vor allem in der ersten Halbzeit total verkorkste Partie für die Gastgeber.

Keine Intensität in der Verteidigung, lange Ballpassagen, ohne am Ende eine wirklich gute Wurfposition zu haben sowie ganz schwache Abschlüsse: Die Kangaroos ließen so ziemlich alles vermissen, was die Mannschaft bis dato am Hemberg ausgezeichnet hat. Die nicht unverdiente Quittung war ein 17-Punkte-Rückstand zur Pause. Vor allem Eagles-Topwerfer Frederik Henningsen bekam das Team von Trainer Matthias Grothe überhaupt nicht in den Griff.

Und auch nach Wiederbeginn blieb die Aufholjagd zunächst aus. Beim 32:53 sowie beim 34:55 (23.) betrug der Rückstand sogar 21 Zähler. Spätestens jetzt hing der Heimnimbus am seidenen Faden. Mit Yannick Opitz setzte nun der zweite „alte Mann“ bei den Kangaroos ein Lebenszeichen. Er markierte elf Zähler in Serie und trug so maßgeblich zu einer 17:4-Serie bei. Beim 51:59 waren die Hausherren wieder auf Sichtweite. Und nach dem 51:62 folgten acht weitere Punkte in Folge.

Im letzten Abschnitt sendeten die Gäste mehrere Signale, dass sie gewillt waren, das Spiel nicht vollends aus der Hand zu geben. Das nachhaltigste war wohl der dritte Dreier von Henningsen zum 74:77 81 Sekunden vor Schluss. Als im Gegenangriff gleich drei Dreierversuche der Hausherren ihr Ziel verfehlten, nahm die Niederlage Gestalt an. Moussa Kone verkürzte, doch nach einem Freiwurftreffer von Kaimyn Pruitt-Smoot zum 76:78 blieben nur noch zehn Sekunden zur Antwort. Die hatte dann nicht ganz geplant Kris Schwarz mit seinem fünften Dreier an diesem Abend parat. Der Rest ging im Freudenfest unter.

„Das ist ein Spiel, das man gesehen haben muss. Die Analyse machen wir irgendwann. Jetzt zählt nur der Sieg, alles andere ist egal“, sagte ein total aufgewühlter Kangaroos-Coach Matthias Grothe nach der Partie.

Kangaroos: Kone (22), R. Dahmen (2), Schwarz (16/5 Dreier), J. Dahmen (1), Harris (15), Reuter (2), de Oliveira (0), Opitz (21/5), Giddens (0), Fritze (0).

Eagles: Galloway (0), Calhoun (7/1), Karamatskos (5), Jentz (0), Henningsen (22/3), Tienarend (2), Lungongo (8), Stückemann (10/1), Pruitt-Smoot (24/1).

Quelle: Iserlohn Kangaroos, 19. Februar 2017

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