Eiskalte Wölfe sichern sich in Schlussphase den Auswärtssieg

Am 20. Spieltag der 2.Basketball-Bundesliga ProA kann der Mitteldeutsche Basketball Club seinen dritten Sieg in Folge feiern. Gegen starke MLP Academics Heidelberg entscheiden die Wölfe in der Schlussphase das Auswärtsspiel und festigen mit dem 79:73-Erfolg ihren Platz an der Tabellenspitze der ProA. Top-Scorer für die Wölfe waren mit 18 Punkten Marcus Hatten und Andrew Warren.

29.01.2017 Den Mitteldeutschen Basketball Club erwartete am 20.Spieltag der 2.Basketball-Bundesliga im Auswärtsspiel gegen die MLP Academics Heidelberg eine schwere Aufgabe. Denn bereits im Hinspiel zeigten die Süddeutschen mit ihrem Trainer Frenkie Ignjatovic, dass sie für den Tabellenführer aus Weißenfels ein äußerst unangenehmer Gegner sein konnten. Wölfe-Trainer Igor Jovovic musste zudem auf Center DJ Bennett verzichten, der krankheitsbedingt das Spiel verpasste. Zu seinem Debüt kam dafür Neuzugang Kevin Larsen.

Doch statt auf Wölfe-Neuzugang Larsen richteten sich am Sonntagnachmittag in den Anfangsminuten alle Augen auf Ex-Wolf Hrvoje Kovacevic. Denn der erwischte einen starken Start und erzielte in den Anfangsminuten der Begegnung am 20. Spieltag alle acht Punkte für die Hausherren, die mit viel Offensivdrang ins Spiel starteten. Insgesamt kam der wurfstarke Kovacevic auf zehn Punkte im 1.Viertel. Erst nach dreieinhalb Spielminuten gelangen einem anderen Heidelberger Punkte für die Neckarstädter. Academics-Flügelspieler Albert Kuppe traf von jenseits der Dreierlinie zur 11:8-Führung für die Hausherren. Eine Spielminute später erhöhte diese dann Point Guard Vance Hall mit seinen ersten Punkten zum 13:8. MBC-Trainer Jovovic reagierte auf das offensive Drängen des Tabellenfünften nach fünf gespielten Minuten mit einem Timeout und brachte zudem Neuzugang Kevin Larsen zu seinem Debüt im Trikot des Mitteldeutschen BC. Und der Einstand gelang dem 23-jährigen Center: Larsen verkürzte nach seiner Einwechslung zum 13:10 mit seinem ersten Korb. Der MBC war nach dem Timeout nun auch endlich im Spiel. Die erste Führung für den Tabellenführer der ProA holte Wölfe-Guard Andrew Warren mit seinem Korbleger zum 14:13. Absetzen konnte sich in dieser Phase des Spiels aber keine Mannschaft. Stattdessen wechselte die Führung bis zum Ende des 1.Viertels mehrmals und endete mit dem 21:20 für die Heidelberger Academics. Der Start ins 2.Viertel gelang den Sachsen-Anhaltern aber deutlich besser. Nach zwei schnellen Körben von Aufbauspieler Achmadschah Zazai setzten sich die Wölfe leicht mit 25:21 ab. Die Führung währte aber nur kurz, denn die Neckarstädter arbeiteten sich wieder heran. Hall holte diese mit seinen zwei Punkten zum 32:31 nach mehr als sechs Minuten im 2.Viertel wieder zurück. In den folgenden dreieinhalb Minuten wechselte diese dann erneut munter hin und her. Im Gegensatz zum 1.Viertel konnte der MBC kurz vor der Halbzeit-Pause das Spiel aber an sich reißen und setzte sich nach 20 gespielten Minuten mit 44:36 ab.

Die 2.Halbzeit begannen beide Mannschaften etwas gemächlicher. Erst nach zwei Minuten fielen wieder Punkte, die Wölfe-Center Pantelic mit einem Dreier erzielte und so das 47:36 markierte, mit dem die Führung der Saalestädter erstmals an diesem Sonntagnachmittag zweistellig wurde. Doch auch diese konnte der Tabellenführer nicht über das Viertel verteidigen. Denn wie schon in den zwei vorherigen Vierteln kämpften sich die Academics erneut heran. Kovacevic erzielte von der Freiwurflinie seine Punkte elf und zwölf und damit das 41:47. Der zwischenzeitliche Vorsprung der Wölfe schmolz in den folgenden Minuten erneut. 90 Sekunden vor Ende des 3.Viertels war es wieder Kovacevic, der die Hausherren bis auf 51:53 heranbrachte. Die Wölfe hatten darauf aber die nötige Antwort: Warren traf mit einem Dreier zum 58:53 und Pantelic brachte mit einem Steal 19 Sekunden vor Ende des Viertels den Ball in die Reihen der Wölfe. Die beruhigende 60:53-Führung erzielte dann Kapitän Dominique Johnson mit einem Korbleger.

Marcus Hatten bringt die Wölfe auf die Siegerstraße

So richtig spannend machten es der MBC dann im letzten Viertel. Nachdem Kapitän Johnson nach der Hälfte des Schlussviertels am Brett zum 72:66 traf, waren es wieder die Hausherren, die aufdrehten und den Vorsprung des Tabellenführers langsam abbauten. Zwei Minuten vor Spielende kamen diese den Wölfen durch einen Dunk von Kovacevic zum 69:72 gefährlich nahe. Aber wie schon so häufig in dieser Saison und wie auch schon im Hinspiel konnten die sich auf ihren Co-Kapitän verlassen. Marcus Hatten sorgte mit zwei getroffenen Freiwürfen und einem Korbleger in den letzten zwei Spielminuten dafür, dass der Mitteldeutsche Basketball Club zwar lange für seinen dritten Sieg in Folge arbeiten musste, letztlich gegen starke Heidelberger aber verdient zwei Punkte mit dem 79:73-Sieg mit nach Hause nehmen konnte.

„Es war ein sehr enges Spiel, wie wir es auch erwartet hatten. Wir haben über die Partie einen gute Defensivarbeit gezeigt. Vielleicht haben wir in einigen Situationen nicht die besten Entscheidungen getroffen und so die Heidelberger wieder ins Spiel kommen lassen,“ zeigte sich Wölfe Head Coach Jovovic zufrieden mit dem Ausgang des Spiels und der Leistung seiner Mannschaft. „Aber es war auch eine gute Erfahrung eine solch enge Schlussphase zu erleben. Das wird uns mit Blick auf die wichtigste Zeit der Saison, die Play-offs helfen“, so Jovovic.

Die MBC-Statistik:
Hatten (18 Pts, 5 Assists, 2 Steals), Zazai (4 Pts), Kerusch (13 Pts, 5 Rebounds), Johnson (9 Pts, 4 Assists, 5 Rebounds), Fülle, Pantelic (9 Pts, 4 Rebounds, 2 Blocks), Kevin Larsen (6 Pts, 4 Rebounds, 1 Block), Warren (18 Pts, 4 Assists, 6 Rebounds), Hinz (2 Pts), Turudic

Quelle: Mitteldeutscher BC, 29. Januar 2017

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