Marcel Buchmüller Tritt als JBBL-Trainer zurück

Der Cheftrainer der JBBL (U16-Bundesliga) des TSV BAYER 04 Leverkusen, Marcel Buchmüller, legt sein Amt als Coach des Teams mit sofortiger Wirkung nieder.

Der 29-Jährige ist seit 2010 als Übungsleiter in der Basketball-Abteilung des Rekordmeisters aktiv. Zunächst übernahm Buchmüller die U14-2 des Vereins, die in der Regionalliga des Westdeutschen Basketballverband (WBV) auf Korbjagd ging.
Als Headcoach war Marcel von 2010 bis 2014 für die U14 der Leverkusener verantwortlich, ab 2011 spielte seine Mannschaft in der NRW-Liga. Parallel zu seinem Engagement war Buchmüller als Assistenztrainer von Andreas Aust in der JBBL aktiv. Mit den „YOUNG GIANTS“ erreicht er 2011 den dritten Platz um die Deutsche Meisterschaft.
Nach zwei Spielzeiten an der Seite von Aust wechselte Buchmüller 2013/14 in die NBBL zu Trainerin Katrin Hering. Die Mannschaft um Christian Sengfelder, Sven Jeuschede & Co. erreichte das Playoff-Achtelfinale, schied aber überraschend gegen IBAM München aus.
2014 übernahm der gebürtige Bitburger die JBBL der Farbenstädter als Nachfolger von Andreas Aust. Bereits in seiner ersten Saison als hauptverantwortlicher Coach, gelang den Rheinländern der Einzug in das Playoff-Achtelfinale.
In der abgelaufenen Spielzeit 2015/16, konnten die „Buchmüller-Boys“ in der „Top 16“-Runde das Team Ehingen/Urspring besiegen, bevor gegen die Ratiopharm Akademie Ulm im Viertelfinale Endstation war.
Am vergangenen Wochenende bezwang BAYER die Metropol Baskets mit 74:72 und erreichte die JBBL-Hauptrunde, welche einen Verbleib in der höchsten U16-Spielklasse garantiert.

Marcel Buchmüller über seinen Abgang als Trainer in Leverkusen: „Schweren Herzens muss ich meinen Job als Basketballtrainer vorrübergehend ruhen lassen. Durch den Beginn meines Referendariats an einem Gymnasium in Düsseldorf, bin ich zeitlich stark eingeschränkt. In den vergangenen drei Monaten habe ich so viele Trainingseinheiten verpasst, wie in den vergangenen sechs Jahren zusammen. Hinzukommt, dass ich meiner akribischen Vorbereitung der letzten Jahre nicht ansatzweise nachkommen konnte. Dieser Zustand war, trotz der hervorragenden Unterstützung meiner Assistenten, sehr unbefriedigend für mich. Aufgrund dieser Konstellation was Arbeit und Sport betraf, hatte ich kaum noch Zeit für meine Familie, insbesondere meiner Tochter. Es war daher für mich nicht möglich meinen Vaterpflichten entsprechend nachzukommen.“

An seine Zeit bei den BAYER-Basketballern wird Buchmüller stets positiv zurückdenken: „Ich habe festgestellt, dass es nicht nur die wichtigen Siege waren, wie zum Beispiel der Erfolg im Playoff-Rückspiel des JBBL-Viertelfinals gegen die Piraten Hamburg um Ismet Akpinar oder den Sieg in der letztjährigen Hauptrunde gegen den späteren Deutschen Meister Eintracht Frankfurt, die mir im Gedächtnis blieben. Auch das dritte Playoffspiel im Achtelfinale der NBBL-Endrunde gegen IBAM München in eigener Halle werde ich nicht vergessen. Rückblickend betrachtet waren es solche Niederlagen die mich als Trainer besser gemacht haben. Es war für mich eine besondere Ehre mit Trainern wie Katrin Hering oder Andreas Aust zusammenzuarbeiten, aber auch das Engagement mit den Spielern, deren Entwicklung ich verfolgen durfte, hat mir persönlich sehr viel mitgegeben. Ich bedanke mich ausdrücklich bei allen Helfern vom Scouting über das Kampfgericht bis hin zur Aufnahme der Spiele per Kamera. Ohne diese Menschen würde es Jugendleistungsbasketball in Leverkusen nicht geben.“

Künftig werden die beiden Assistenztrainer Andreas Finsinger und Kevin Oberlack die Mannschaft in der JBBL betreuen. Oberlack ist nicht nur Assistenztrainer der JBBLer, sondern auch Headcoach der U18-1 des TSV BAYER 04 Leverkusen in der NRW-Liga.
Eine besondere Bitte hat Marcel Buchmüller an die GIANTS-Fans in den kommenden Wochen: „Ich wünsche Andreas und Kevin alles Gute für die nächsten Aufgaben. Beide bringen die nötige Erfahrung mit, um das Team auf die Spiele bestens vorzubereiten. Die gesamte Mannschaft hat die Unterstützung der Fans jetzt mehr nötig als denn je. Über viele Zuschauer würden sich die Jungs ganz besonders freuen.“

Stimmen zum Abgang von Marcel Buchmüller

Frank Rothweiler (Abteilungsleiter TSV BAYER 04 Basketball): „Die Basketball-Abteilung insgesamt und ich persönlich bedauern sehr das Ausscheiden von Marcel Buchmüller als Jugendleistungstrainer. Marcel hat unsere JBBL-Mannschaft mit hoher basketballerischer Kompetenz und starker Führung als Headcoach in den letzten Jahren sehr erfolgreich betreut. Wir verlieren in ihm einen unserer Leistungsstützen im Trainerstab beim TSV BAYER. Wir wünschen Marcel viel Glück und Erfolg bei der Verfolgung seines Hauptberufes als Lehrer. Marcel bleibt immer ein Teil unserer TSV-Basketballfamilie und ist jederzeit bei uns wieder willkommen.

Achim Kuczmann (Geschäftsführer TSV BAYER 04 Basketball): „Mit Marcel verlieren wir einen unserer erfahrensten Jugendtrainer, der in der Vergangenheit sehr gute Arbeit für die Basketball-Abteilung geleistet hat. Natürlich ist es schade, dass er als Coach der JBBL nicht mehr zur Verfügung steht aber seine berufliche Zukunft hat natürlich Vorrang. Die Tür steht für Marcel beim TSV BAYER 04 Leverkusen immer offen und ich bedanke mich recht herzlich bei ihm für das Engagement in den vergangenen sieben Jahren“

Thomas Röhrich (Jugenkoordinator TSV BAYER 04 Basketball): „Eine Jugendabteilung, wie unsere hier im TSV BAYER 04 Leverkusen, hat sich zum Ziel gesetzt die Spieler best möglich auszubilden und ihnen dabei zu helfen, sich für höhere und größere Aufgaben zu empfehlen. Sicher… kein Trainer verliert gerne und der mannschaftliche Fokus liegt immer darauf, am Ende der Saison möglichst weit in die nordrhein-westfälische oder nationale Spitze vorzudringen. Wer spielt schon gerne für ein Team, welches ständig verliert? Für jeden Coach ist es also eine „Gradwanderung“ Spieler für das eigene Team zu begeistern, einerseits wollen die Spieler gewinnen und „vorne“ mitspielen, andererseits wollen sie in einem engagierten Umfeld basketballerisch gut ausgebildet werden. Marcel hat es in hervorragender Weise verstanden beide Aspekte „unter einen Hut zu bringen“, trotz (oder vielleicht gerade wegen) gezielter und planvoller Ausbildung der einzelnen Spieler konnte er letztlich mit fortschreitender Saison immer auf ein gut aufeinander abgestimmtes und taktisch sauber operierendes Team zurückgreifen. Obwohl ihm „der ganz große Wurf“ versagt blieb, konnte er auf die erreichten Erfolge immer stolz sein. Für sein vorbildliches Engagement und seine tolle Arbeit mit den Jungs bedanken wir uns herzlich. Ich weiß, dass ihm die Entscheidung für Beruf und Familie, besonders so kurzfristig, sehr schwer gefallen ist. Wir wünschen ihm und seiner kleinen Familie für die Zunkunft nur das Beste und hoffen, dass er eines Tages wieder bei uns anklopft!“

Quelle: BAYER GIANTS Leverkusen, 25. Januar 2017

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