Lok Bernau unterliegt auf Schalke 84:90

Der SSV Lok Bernau kommt im neuen Jahr auswärts nicht Fahrt. Gegen den FC Schalke 04 Basketball verliert der SSV Lok Bernau 84:90 (41:49) und damit das zweite Spiel in Folge. Gegen die offensiv bestens aufgelegten Schalker fanden die Bernauer kein entscheidendes Mittel in der Defensive. Mit 23 Punkten war Pierre Bland bester Werfer beim SSV.

Mit der zweiten Niederlage in Folge sind die Bernauer Basketballer aus dem Ruhrpott heimgekehrt. Gegen die hochmotivierten Schalker Korbjäger musste Lok-Headcoach René Schilling verletzungs- und krankheitsbedingt gleich auf drei seiner Schützlinge verzichten. Kevin Wohlrath und Nico Adamczak fehlten wie bereits in der Vorwoche. Konstantin Kovalev musste krankheitsbedingt passen. Dennoch kamen die Brandenburger auf Schalke gut in die Partie. Allerdings zeigten sich die Hausherren am Samstag vor allem aus der Distanz sehr treffsicher. Nach einem kurzen 7:0 Zwischenspurt der Lok auf 14:10, überrumpelten die Königsblauen die Lok mit einem 18:2-Lauf ihrerseits (16:28, 8. Minute). Courtney Belger, Nikita Khartchenkov und Patrick Carney nutzten die Schwächephase der Bernauer Defensive gnadenlos aus und sorgten damit für die höchste Schalker Führung des Abends. Nino Valentic verkürzte vor der ersten Viertelpause den Rückstand auf zehn Punkte. Zwar kämpfte sich die Lok wieder ins Spiel, konnte den Rückstand aber nicht merklich verkürzen. Die beiden Aufsteiger spielten auf Augenhöhe und boten ein spannendes Spiel. Vor allem die Trefferquote von über 50 Prozent der Gastgeber bereitete den SSV große Probleme bei der Aufholjagd. Mit 41:49 ging es in die Halbzeit.

Nach der Pause war es weiterhin ein stark umkämpftes Spiel. Mit einem 10:1-Lauf war die Lok Mitte des dritten Viertels davor das Spiel zu übernehmen (58:59, 26. Minute). Thomas Szewczyk beendete zwar zunächst den Lauf. Pierre Bland und Ferdinand Zylka konnten aber anschließend von der Freiwurflinie den Ausgleich erzielen (61:61, 27. Minute). Zu einem Führungswechsel reichte es jedoch nicht. Mit vier Punkten Rückstand starteten die Bernauer in das Schlussviertel, wo Thomas Szewczyk per Dreier die Halle direkt in Feierstimmung schoss. Der Bernauer Siegeswille war aber noch nicht gebrochen. Timajh Parker-Rivera, Jannes Hundt und Pierre Bland verkürzten noch einmal auf 72:73, ehe Königsblau wieder davonzog. Und auch gegen das letzte Aufbäumen der Lok durch Kapitän Jonas Böhm (78:80, 37. Minute) gab es von Schalker Seite eine weitere ernüchternde Antwort. Nach dem dritten Dreier von Szewczyk, der mit 15 Punkten erfolgreichster Gelsenkirchener war, ließen sich die Hausherren den Sieg nicht mehr nehmen. Die 84:90 Niederlage sorgte bei den Brandenburgern für enttäuschte Gesichter, zumal es nach Iserlohn in der Vorwoche die zweite Pleite in Folge war.

Mit der Niederlage ist der Vorsprung des SSV Lok Bernau an der Spitze der Nordstaffel der 2. Basketball-Bundesliga ProB aufgebraucht. Der Norden wird nach diesem Wochenende von einem punktgleichen Trio angeführt. Die genaue Konstellation wird allerdings erst nach dem Sonntagsspiel zwischen Oldenburg und Iserlohn feststehen.

Lok-Headcoach René Schilling: „Die Summe unserer individuellen und mannschaftlichen Fehler war zu hoch, um dieses Spiel in der entscheidenden Phase zu unseren Gunsten zu entscheiden. Es ist enttäuschend, dass wir uns durch unsere Fehler die Chancen selbst genommen haben. Ein starkes Schalker Team hat das heute gnadenlos bestraft.“

Am kommenden Samstag tritt der SSV nach drei Wochen wieder in eigener Halle an. Die Bernauer erwartet dann allerdings ein ebenfalls schweres Heimspiel gegen die ROSTOCK SEAWOLVES, die nach einer enttäuschenden Hinrunde inzwischen wieder erstarkt sind und mit vier Siegen aus den letzten fünf Spielen anreisen werden. Für die Lok-Basketballer gilt es dennoch wieder in die Erfolgsspur zu kommen.

Viertelstände: 18:28, 41:49, 66:70, 84:90

SSV Lok Bernau: Pierre Bland (23 Punkte), Robert Kulawick (13), Jonas Böhm (10), Timajh Parker-Rivera (10), Jannes Hundt (8), Ferdinand Zylka (8), Nino Valentic (6), Tim Schneider (4), Robert Glöckner (2)

FC Schalke 04 Basketball: Thomas Szewczyk (15 Punkte), Courtney Belger (14), Patrick Carney (11), Nikita Khartchenkov (11), Trent Weaver (10), Marco Buljevic (9), Michael Agyapong (8), Daniel Boahene (7), Lennart Weichsel (5)

Quelle: LOK Bernau, 22. Januar 2017

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