68:62-Auswärtssieg in Gießen

Die MHP RIESEN Ludwigsburg sind auch in der easyCredit Basketball Bundesliga zurück in der Erfolgsspur. Bei den GIESSEN 46ers erarbeiteten sich die Ludwigsburger am Samstagabend einen 68:62-Erfolg und ziehen somit in der Tabelle an den Mittelhessen vorbei.

Es war eine äußerst umkämpfte Partie, in der die MHP RIESEN vor 3.567 Zuschauern das bessere Ende auf ihrer Seite hatten und den siebten Saisonsieg einfahren konnten. Damit rücken die Barockstädter wieder in die Playoffränge vor und können sich ebenso Hoffnungen auf die Teilnahme am Pokalwettbewerb machen.

Drew Craword zeigte sein bisher bestes Spiel im Trikot der MHP RIESEN. 14 Punkte, sieben Rebounds und zwei Blocks steuerte der US-Amerikaner zum Auswärtssieg seines Teams bei. „Bisher hatte ich mein Komfortlevel nicht gefunden. Meine Teamkollegen haben mich immer gut unterstützt. Heute habe ich meinen Rhythmus gefunden!“ so der Flügel direkt nach dem Spielende.

„Drew hatte heute seinen Durchbruch“, war auch Headcoach John Patrick glücklich über die Leistung Crawfords. Kelvin Martin und Jack Cooley steuerten jeweils zehn Punkte bei. Martin rückte zu Beginn durch den krankheitsbedingten Ausfall von Tekele Cotton auf die Small Forward Position. Mit acht Rebounds und vier Steals zeigte er seine Allround-Qualitäten.

Bei Gießen war Thomas Scrubb mit 13 Zählern der Topscorer. Die 46ers trafen aus dem Feld lediglich 35,8 Prozent. Ludwigsburg leistete sich 20 Ballverluste, konnte diese Tatsache doch durch das gewonnene Reboundduell und eine bessere Trefferquote (48,1 Prozent) kompensieren.

Punkte MHP RIESEN Ludwigsburg: Crawford 14, Martin 10, Cooley 10, Thiemann 8, Toppert 5, Loesing 5, Hammonds 4, Boone 4, Gonzalvez 3, Koné 3, Breunig 2

Punkte GIESSEN 46ers: Scrubb 13, Sears 10, Wells 8, Bowlin 6, Manigat 6, Evans 5, Obst 5, Saibou 3, Lischka 2, Pluskota 2, Völler 2

Schiedsrichter: Oliver Krause, Jens Hegemann, Oliver Baertsch

Zuschauer: 3.567

Die Stimmen zum Spiel:

John Patrick (Head Coach MHP RIESEN Ludwigsburg): Das war ein sehr hartes Spiel. Beide Mannschaften haben alles gegeben, am Ende waren wir die Glücklicheren. Wir sind mit einer neuen Startformation angetreten sind, das hat relativ gut funktioniert. Wir konnten aber unter dem Korb gegen Sears und Evans nicht punkten. Wir spielen Woche für Woche gegen europäische Topteams, die Partie heute war genauso hart. Respekt an Gießen. Sie haben sich sehr gut vorbereitet. Dass wir am Ende trotzdem mit 68 erzielten Punkten gewinnen können, spricht für unsere Defense

Denis Wucherer (Head Coach GIESSEN 46ers): Das war über 38 Minuten eine sehr enge Partie, die etwas von einem Schwergewichtskampf hatte. Am Ende konnte Ludwigsburg den einen Schlag mehr landen. Wir waren zum Schluss dreimal in sehr aussichtsreicher Position, konnten aber jeweils nicht scoren. Ludwigsburg hat im Gegenzug ein paar schwierige Treffer gemacht, so haben sie dann das Spiel gewonnen. Unsere Quote von der Dreierlinie ist natürlich zu gering, aber das war heute eben auch einer der besten Verteidigungen der BBL geschuldet.

Zum Spielverlauf:

Ohne den gesperrten David McCray und den erkrankten Tekele Cotton startete MHP RIESEN-Trainer John Patrick mit einer alternativen Starting Five: Cliff Hammonds, Bazou Koné, Kelvin Martin, Martin Breunig und Johannes Thiemann. Das erste Viertel war von Kampf und einem niedrigen Spielstand gekennzeichnet. Die MHP RIESEN hatten nach zehn Minuten knapp mit 12:11 die Nase vorne.

Im zweiten Durchgang gelang in der Offensive weiterhin kaum Zählbares. Gießen fand auf der Gegenseite etwas besser in die Partie und übernahm die Führung (15:22). Die Ballverluste hemmten den Spielfluß der RIESEN merklich. So fiel die Ausbeute zur Halbzeitpause mit 33 Zählern unterdurchschnittlich aus. Die Partie war aber weiter ausgeglichen, da auch Gießen zur Pause bei lediglich 32 Punkten stand.

„Weniger verkrampft spielen, dann haben wir eine Chance“, resümierte John Patrick zur Halbzeitpause. Allerdings waren die Gießener zu Beginn des dritten Viertels die aktivere Mannschaft. Mit einem 7:0 Lauf schnappten sich die Mittelhessen wieder die Führung. Zum Viertelende hin konnte Ludwigsburg aber zurückschlagen. Neuzugang Drew Crawford setzte erstmals Akzente und die MHP RIESEN führten auch nach 30 Spielminuten mit einem Zähler (50:49).

Im Schlussdurchgang blieb die Partie weiterhin spannend, wenngleich zerfahren. 40 Sekunden vor dem Ende gelang Drew Crawford mit purem Willen ein wichtiger Korb zur 65:62-Führung. In den folgenden Sequenzen legte Crawford drei Freiwürfe nach – und trug somit wesentlich zum 68:62-Erfolg in der Gießener Sporthalle Ost bei.

Quelle: MHP RIESEN Ludwigsburg, 10.12.2016

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